Tag der offenen Tür: Biohof Schupp in Neukirch

Am 25. März präsentiert der Biohof »Schupp«, Hinteressach 2 in 88099 Neukirch (Bodenseekreis) seinen Neubau.

Seit 1991 bewirtschaftet die Familie Schupp seinen Grünlandbetrieb nach den Bioland-Richtlinien. Da mittlerweile der alte Boxenlaufstall nicht mehr zeitund tiergerecht und zudem im täglichen Betriebsablauf zu arbeitsintensiv war , entschloss sich die Landwirtsfamilie zu einem Neubau. Mit dem freien Architekt Junker & Partner , sowie dem GEA-Fachzentrum Neyer erarbeiteten die Hofinhaber ein Konzept, um beim Stallneubau Tierwohl und Arbeitseffektivität gleichermaßen Rechnung zu tragen.

An den neuen Boxen-Laufstall mit einer Länge von 80 m  und einer Breite von 19 m ist ein Technikgebäude »angeschleppt«. Die Gebäudehülle lieferte Haas Fertigbau Niederbayern. Alle Rahmen sind aus Brettschichtholz gefertigt. Diese Konstruktion erfüllt die ästhetischen Ansprüche des Bauherrn ebenso wie die Vorgaben des Brandschutzes. Das Dach wurde als klassisches Ziegeldach mit Einhängepfetten, Sparren und Dachschalung umgesetzt. Ziegel als Bedachung passt her
vorragend in die Landschaft und gilt als äußerst langlebig. Die Dachschalung mindert die sommerliche Erwärmung und die Sparrenlage ermöglicht eine effiziente Abluftführung.

Landschaftsgerechtes Bauen

Die Firstlüftung im neu errichteten Rinderstall wird durch einen Sheddachfirst mit zusätzlichen Windabweisern bewerkstelligt. Über die hohen Curtainsysteme an den Längsseiten wird die Zuluft geregelt. Die Curtainsysteme von Haas Fertigbau zeichnen sich nach eigenen Angaben durch schwere, langlebige PVC-Planen aus, die über viele Jahrzehnte einwandfrei funktionieren.
Der Stall ist mit planbefestigtem Laufgang als Zwei-Reiher mit seitlich durchgehendem Futtertisch konzipiert. Die drei GEA-Laufgangschieber sind mit einem Kamm ausgestattet, und säubern die Schlitze der Betonfertigteile. Dies gewährleistet einen trockenen und sicheren Tritt der Kühe. Die Liegeboxen und die Trogschalen am Futtertisch wurden mit Fertigteilen hergestellt, um Kosten und Arbeitsaufwand einzusparen. Der Stall bietet Platz für 80 Kühe und einige Kälber . Der Fressbereich ist mit dem GEA Twist&Lock Sicherheits-Selbstfangfressgitter ausgestattet. Am Futtertisch ist ein 1,6 m breiter und höher gelegter Fressstand mit Trennbügeln und Gummimatten installiert. Dies soll ein ruhiges Fressen der Tiere gewährleisten, während  der Schieber laufen kann. Die Tief-Liegeboxen und 2-D Optima Liegeboxenbügel mit gewelltem Nackenrohr bieten höchsten Tierkomfort. Der Zutrieb der Kühe zum automatischen Melksystem erfolgt über den Vorwartebereich mit einer Zwei-Wege-Vorselektion. Herzstück des Melkbereiches ist ein GEA MiOneEinbox Melkroboter , der eine Erweiterung um einen weiteren Melkplatz ermöglicht. Selektiert wird über zwei nachgelagerte Drei-Wege-Selektionen, die entweder in die Selektionsbereiche, in den Stall oder über den Laufhof, mit einer Dimension von 80 m Länge und 5 m Breite, direkt auf die Weide selektieren können. Das Konzept mit dem GEA- MiOne Melkroboter bietet für die Familie maximale Flexibilität und lässt auch die Möglichkeit einer späteren Erweiterung offen. Mit dem Gesamtkonzept von Vorwartehof, Melkroboter , nachgeschalteter Selektionseinrichtung werden die Kühe komfortabel und arbeitseffektiv geführt. 

Ja zum automatischen Melken

Auch durch die Nutzung des modernen Herdenmanagements DMS C21 in Verbindung mit Hals-Rescountern sowie CowScout zur automatischen Erfassung der Fresszeiten wird die Brunsterkennung, Gesundheit und Fruchtbarkeit sowie Leistung der Herde optimiert und die Arbeitseffizienz verbessert werden. Ein wirtschaftliches Kühlkonzept mit einem 4 200 l Milchkühltank in Verbindung mit einer 300-l-Wärmerückgewinnungsanlage bedeutet sparsamen Energieeinsatz bei schneller, schonender Kühlung und Lagerung. »Mit dem kompetenten Team vom GEA-Fachzentrum Neyer Landtechnik in Bad Waldsee Mennisweiler haben wir auf einen Partner in der Innenwirtschaft gesetzt, der neben der fachlichen Beratung, Planung und Montage der Melk-, Kühl- und Stalltechnik auch den sicheren Service für die Zukunft gewährleistet«, ist Betriebsleiter Schupp überzeugt

Artikel aus dem Allgäuer Bauernblatt
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